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title: Mündliche Prüfung - Note
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- Uni
timestamp: 07.07.2026 - 11:58
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# Thema
Baudelaire/Adorno: Impressionismus (Künstler des modernen Lebens / Jeu de Paume)
Baudelaire hat ein Gründungsmanifest der modernen Kunst geschrieben, die den Impressionismus in den Mittelpunkt stelt. Welches sind die Hauptthemen der neuen Ästhetik? Wie lassen sich die beschriebenen Techniken des Künstlers C. Guys auf die Malerei der Impressionisten übertragen. Was trägt Adorno zu dieser Kunstbetrachtung bei?
**Literatur**:
- Der Maler des modernen Lebens - Charles Baudelaire
- Im Jeu de Paume gekritzelt - T. W. Adorno
# Thesen
> Baudelaire verlagert den Ort des Schönen von der zeitlosen, klassischen Norm hin zum Flüchtigen und Kontingenten der Gegenwart. Der "Maler des modernen Lebens" ist deshalb kein Maler im klassischen Sinne, sondern ein Beobachter, der die Moderne selbst (Mode, Menge, Straße) als ästhetischen Gegenstand entdeckt.
- C. Guys als Modell des "Malers im modernen Leben", bezeichnend für seine schnelle, skizzenhafte, dem Gedächtnis entstehende Technik, die Flüchtigkeit eines Gegenstandes abzubilden
- Bedingend der Ästhetik des ständigem "Neu"-Sehens der Lazarus Effekt
- Als Flaneur im Rausch ständiger Eindrücke ("Informationsjunkie")
- Sinnliche, unmittelbare Wahrnehmung statt reflektierter Betrachtung ("Sehen im Dativ")
- Kracauer als Kontrast/Erweiterung: profane, alltagsweltliche Wahrnehmung der Straße
> Für Adorno erschöpft sich die Kunstbetrachtung nicht im ästhetischen Genuss des Flüchtigen, wahre Kunst muss an der gesellschaftlichen Realität, die sie darstellt oder von der sie sich distanziert, Kritik üben; das bloß Sinnliche (wie bei Baudelaire) wird bei ihm zum Anlass gesellschaftlicher Reflexion.
- Kunst als Ort der Sichtbaren Widersprüche
- Schein Oberflächliche Schönheit -> Welt ist schön und Versöhnt
- Kritische Distanz statt bloßer sinnlicher Hingabe an die Moderne
- Unpolitische Bildgattungen (Landschaften) sind durchsetzt von gesellschaftlicher Realität
- Impressionismus zerlegt die Gegenstände in Farbflecke, Licht, Atmossphäre und subjektiviert damit die Welt
-
Lazarus Effekt:
- der Gegensatnd der Kunst ist vergänglich daher Guys Technik (Beobachten -> Erinnern -> Wiedererschaffen)
- Gedächtnis ist flüchtig, daher bestehen nur die Wesentlichen, Charakterischen Teile, es bleibt ein flüchtiger Eindruck; Kein Detail
- Impressionismus (nach Guys) besteht aus zwei Teilen, dem klassischem Zeitlosen und dem flüchtigem Zeitgebundenen
Sehen im Dativ:
- *Mir erscheint die Welt* statt *ich sehe die Welt* (Akkusativ)
- Dinge treten passiv an den Künstler ran
- Sehen im Dativ bedeutet wie ein Kind zu sehen
- Keine kategorische einordnung
- Im Moment der Erscheinung verloren
- Offen der Welt, findend nicht suchend
- Kontrast zum Flaneur
- Aktiv begehebend in die Stadt, süchtig nach Eindrücken
- Im Akkusativen *er nimmt sich die Stadt*
- Der Eigentliche Wahrnehmungsakt ist passiv
- Kontrast zum Lazarus Effekt
- Wiederschaffen am Zeichentisch ist eine aktive Handlung
- dem Vorraus muss aber ein Dativ moment folgen
- Sonst wäre die Wiederherstellung dem (kritischem) Erwartbaren vorraus
Maler des modernen Lebens:
- Rollenbezeichnung eines Künstlers, welcher die Modernität zum Gegenstand werden lässt
- Schönheit besteht aus 2 Elementen
1. ewige, unveränderliche, der klassichen Kunsttheorie
2. relative, zeitgebundene, gebunden an eine Epoche, Mode
Flaneur:
- Ziel & Zwecklose Figuration des Impressionistischen Künstlers
- Lebt in der Anonymität der Masse
- Teil der Menge, Innerlich Beobachter
# Zum Mitnehmen
- These benennen
- Modellfigur + Technik erklären
- Die innere Haltung (sehen im Dativ)
- Flaneur als Gegenpol
- Elemente zusammenfassen
- Abschluss zur these
- These benennen
- unpolitisches Sujet
- innere Haltung Adornos
- Gegenpol Auflösung
- Zusammenfassen
- Abschluss
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